Erich Brand’s Bildwelten stammen aus einem Zwischenbereich, in dem sich Bewusstes und Unbewusstes vereint. Seine Fotografien und Videoarbeiten (moving images) entziehen sich einerseits dem Alltäglichen, Wiedererkennbaren und Bekannten, andererseits weisen sie Motive auf, die vielschichtige Assoziationen hervorrufen. Die Kombination von Abstraktem und Figurativem wird durch Erich Brand’s Auseinandersetzung mit Tagträumen inspiriert. Wie in Tanizaki Jun’Ichiros Buch Lob des Schattens. Entwurf einer japanischen Ästhetik (1998), forscht Erich Brand an scheinbar unbedeutenden Orten nach Schattierungen, Lichtstimmungen und Formfragmenten, die er mittels digitaler Aufnahmemedien (teilweise in Bewegung durch Langzeitbelichtung) festhält. Minimale elektronische Bearbeitung in Kombination mit experimentellen Klangräumen und Soundscapes aus dem Worldwideweb transformieren die entdeckten Bildräume in einen archaischen Moment.